„Zapp“ und das Meinungskartell

15. Mai 2014

 

Im NDR-Medienmagazin „Zapp“ regt sich Daniel Bröckerhoff darüber auf, daß die gleichgeschalteten Medien so genannt werden. 

Stellenweise kann ich ihm folgen, wenn er auf rechte Rattenfänger verweist, die solche Vorwürfe auch gebrauchen. Und er hat Recht, es ist einseitig, auf Verbindungen der SZ zur „Atlantik-Brücke“ zu zeigen und nicht zu erwähnen, daß dieselbe SZ auch mit russischen Oligarchen kungelt. Und ja, auch in den Mainstreammedien steht viel Wichtiges und Richtiges. Trotzdem: eine freie Presse hat es im Kapitalismus nie gegeben, allenfalls in Randgebilden wie der taz. Die wurde ja genau deswegen gegründet, als man 1977 (Buback-Nachruf, Stammheim) zu deutlich bemerkt hat, wie alle Medien den gleichen verlogenen Mist nachplapperten. Inzwischen gehört die taz teilweise selber zum Kartell. Von einem Medienmagazin wie „Zapp“ würde ich erwarten, daß es mal herausbekommt, warum bestimmte Themen von wirklich allen Medien systematisch totgeschwiegen werden. Wie funktioniert diese „Gleichschaltung“ in der Praxis? Warum beleuchtet „Zapp“ nicht mal die penetrant einseitige Propaganda der Tagesschau zum Ukraine-Konflikt (Grund dieser Debatte) etwas näher? Wie kommt es, daß gesellschaftlich Relevantes im Fernsehen auch bei den öffentlich-rechtlichen Sendern nur noch in Nischen vorkommt, dafür Fußball, Autorennen, Krimis und Schönheitswettbewerbe die Abende der Durchschnittsbürger dominieren? Und warum merkt es außer mir niemand, wenn die Tagesschau ein Vierteljahr lang alle Meldungen aus Afrika  ignoriert?

Der Fall Gustl Mollath bei der BBC

6. Dezember 2012

The Gustl-Mollath-Case in Bavaria on BBC-World-Service, 12-12-06

Report by Stephen Evans

Audiofile by rauskucker

please download and spread the story

http://www.rauskuck.de/images/ton/BBC-121206-TheMollathCase.mp3

Datei kann heruntergeladen werden. (Rechtsklick -> Ziel speichern unter… )

Grundrecht auf Urheberschaft

19. Mai 2012

Kommen wir zur Sache: Einführung des Grundrechts auf Urheberschaft (Erschaffung geistiger Werke) als allgemeinem Menschenrecht:

Jeder Mensch hat ein Recht auf Leben und materielle Versorgung. Jeder Mensch hat ein Recht auf Arbeit und angemessene Tätigkeit. Jeder Mensch hat ein Recht auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit und auf freie Meinungsäußerung. Wissenschaft und Kunst sind frei.

Daraus folgt:

1. Jeder Mensch hat das Recht, uneingeschränkt geistige Werke zu produzieren und diese nach eigenem Wunsch der Menschheit zur Verfügung zu stellen.

2. Das Schaffen geistiger Werke hat Vorrang vor der materiellen Produktion.

3. Jeder Erschaffer geistiger Werke hat das Recht auf Unterstützung durch die Gemeinschaft bei seiner Arbeit und bei der weltweiten Verbreitung seiner Werke. Alle geistigen Werke werden für zukünftige Generationen aufbewahrt.

4. Jeder Erschaffer geistiger Werke hat das Recht auf Anerkennung als Urheber (als Produzent, Erfinder, Erschaffer, Schöpfer seiner Werke) und darf selber bestimmen, mit wem er den Ruhm teilen will.

5. Die Anerkennung der Urheberschaft bedeutet keine Einschränkung des Rechts der Nutzer geistiger Werke, diese frei zu kopieren und weiter zu bearbeiten.

6. Niemand darf gezwungen werden, geistige Werke zu produzieren. (Die Schulpflicht wird dadurch jedoch nicht eingeschränkt.)

7. Eine Einschränkung findet das Urheberrecht nur in den Gesetzen über Beleidigung und menschenfeindliche Hetze. Eine Zensur findet nicht statt.

8. Aus diesem Grundrecht ergibt sich das Recht auf freien und unbeschränkten Zugang zum Internet für jeden Menschen.

Vorschläge für Verbesserungen und Ergänzungen willkommen!

Nachtrag: was ich bisher zum Thema schrieb findet sich im #rauskuck unter „Medien“, dort suchen nach „Urheber“. Am 26.4.12 erläuterte ich :

Urheberrecht : „Monitor“ fragt nach den Positionen der Piraten zum sog. Urheberrecht und bekommt von diesen auch einige klärende Antworten. Leider verwenden der Bericht selber sowie einige befragte Künstler (u.a. die Band Jupiter Jones) und Softwareentwickler (die ernsthaft meinen, teure Software wäre besser als kostenlose) den Unsinnsbegriff „geistiges Eigentum“ und glauben, dieses solle ihnen genommen werden. Sie kapieren nicht, daß es im Gegenteil gerade darum geht, ein Urheberrecht erst einzuführen. Also das Menschenrecht, eigene geistige Werke der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen (und selbstverständlich: damit Anerkennung, Ruhm, Fans, Anhänger pp. zu gewinnen. Ob und wie jemand daraus materiellen Profit schlagen will, muß jeder für sich selber entscheiden. Wohlgemerkt: aus dem Ruhm, nicht aus dem Kopierschutz.) Schade, daß Monitor nicht den Zigtausenden Fällen nachgeht, in denen die Musikindustrie mittels ungerechtfertigter Urheberansprüche geistige Enteignung und Vernichtung betreibt. Tip an Jupiter Jones: wenn ihr kein Publikum haben wollt, macht eben die Tür zu. 

Das Ende dieses …

4. Mai 2012

Das Ende dieses irrsinnigen und destruktiven Systems wird entweder zusammenfallen mit dem Ende der Menschheit und einer weitgehenden Verwüstung des Planeten. Oder die Menschen begreifen irgendwann weltweit, daß sie um des Überlebens Willen die private Verfügungsgewalt über die Produktionsmittel abschaffen und durch ein System demokratisch und planvoll gelenkter Gemeinwirtschaft ersetzen müssen. Wie Wolf Biermann sang: „so oder so, die Erde wird rot, entweder lebend rot oder tot rot.“

schrieb ich am 10.10.08 hier:

http://rauskuck.de/Themenarchiv/Mankind/Kapitalismus.htm

Und am 23.7.10 das:

Alle seriösen TV-Sender (wie auch der DLF) melden die Phantastereien des Ufo IFO-Instituts und zeigen sich deutlich hörbar erfreut über die soeben verkündete „Partylaune in der deutschen Wirtschaft“. Haben die denn alle Freibier bekommen? Warum muß die Tagesschau euphorisch verkünden, die IFO-Umfrage mache Hoffnung? Mit Blick z.B. auf den Klimawandel kann Einen dieser blinde Wachstumswahn doch nur zur Verzweiflung treiben.

Der hier war vom 3.12.11 :

Ein paar markante Ausschnitte aus einer Diskussionssendung über die Eurokrise. Max Keiser bringt die Dinge wieder mal präzise auf den Punkt: Nein, die bisherigen „Rettungsmaßnahmen“ für den Euro haben nicht geholfen. Merkel baut als neue Währung einen von Deutschland dominierten Euro auf, mit dem sie Europa beherrschen will (und somit brauche man sich keine Sorgen machen, mit sowas habe Deutschland schließlich reichlich Erfahrungen …) Es herrscht ein Währungskrieg, bei dem die Banken der starken Exportländer (also Deutschland) von der Krise der relativ unkorrupten schwachen südlichen Länder profitieren. Und die Lösung? Die Finanzterroristen z.B. der „Deutschebank“ gehören vor ein Nürnberger Tribunal gestellt und dann für ihre Verbrechen aufgehängt. (Und ich nehme an, daß Max das nicht als Witz meinte.) Shabbir Razawi unterstützt das, plädiert aber auf Erschießen der kriminellen Banker.  Hier auch zum Nachlesen.   ¤

und schließlich, zuletzt:

Jeder Mensch hat ein Recht auf Leben. Die Mittel, die jeder Mensch dafür braucht, dürfen keine Handelsware sein. Ebenso hat jeder Mensch ein Recht auf Arbeit, folglich darf Niemand gezwungen werden, seine Arbeitsleistung zu verkaufen. Handel und Geldwirtschaft müssen also auf Luxusgüter beschränkt werden.

 

Herr Gniffke, sind Sie ein Rassist?

25. März 2012

Was haben diese drei Ereignisse aus den letzten drei Monaten gemeinsam?

Bei einem Krieg zwischen zwei Völkern in Jonglei (Südsudan) werden mehrere Tausend Menschen getötet, zeitweise werden ebenfalls mehrere Tausend Frauen und Kinder von jungen Männern des jeweils gegnerischen Stamms entführt. Die UN und die Regierung schicken Soldaten, die wieder für Ruhe sorgen. Es ist die Rede von Völkermord und Menschheitsverbrechen. Als Hauptproblem werden die massenhaft vorhandenen modernen Waffen angesehen.

In Brazzaville explodiert ein Munitionslager, ein ganzer Stadtteil wird komplett verwüstet, Hunderte Menschen sterben, viele Leichen liegen noch nach Wochen unter den Trümmern, sodaß bis heute keine genaue Opferzahl bekannt ist, vermutlich zwischen 500 und 1000. Etwa 15.000 Menschen werden obdachlos, eine internationale Hilfsaktion kümmert sich um Überlebende in Notlagern.

In Mali putscht das Militär gegen den demokratisch gewählten Präsidenten. Die Soldaten kämpfen seit Monaten gegen Rebellen des Tuareg-Volkes, die zuvor in Libyen an der Seite von Gaddafi standen und jetzt im Norden Malis einen eigenen Staat gründen wollen. Es gibt Vermutungen über Verbindungen der Rebellen zu Al Kaida. Die malischen Putschisten meinen, die alte Regierung habe den Kampf gegen die Rebellen vernachlässigt. Der Putsch wird weltweit verurteilt.

Alle drei Ereignisse spielen in Afrika. Alle drei betreffen die ganze Welt. Und alle drei kamen nicht in der Tagesschau.
Ich möchte gerne von der ARD eine Antwort bekommen, warum das so ist.

Ein paar mögliche Begründungen:

1. Es gab keine Bilder, man wußte zu wenig, wir hatten keinen Korrespondenten dort:

In Brazzaville hatte zunächst kein Sender Reporter, es gab aber beeindruckende Videobilder von der Explosion und später ausführliche Berichte von französischen Kamerateams aus der zerstörten Stadt. Aus Jonglei gab es tatsächlich wenig Bilder, aber von Anfang an hatten andere Sender ausführliche und präzise Informationen, teils von den UN, teils von Korrespondenten im Lande. Über den Putsch in Mali gibt es eine Fülle von Berichten, Stellungnahmen, Informationen, Hintergründen. Bilder sind hier nicht so wichtig, außerdem gab es welche, z.B. eine anschauliche Erklärung der Putschisten im Staatsfernsehen.
Sender wie Al Jazeera, BBC und TV5 hatten jedenfalls keine Probleme, über alle drei Ereignisse ausführlich zu berichten. Auch arte und Euronews haben (selbstverständlich) berichtet.

2. Es gab gerade Wichtigeres:

Ja, natürlich. Reissäcke. Bundesprediger. Fußbälle. Rennraser. Liederwettbewerbe. Und Amerikaner. Zur gleichen Zeit, als in Brazzaville etwa 500 Menschen starben, starben bei Tornados in den USA etwa 50. Die wurden in der Tagesschau (und in allen anderen deutschen Nachrichtensendungen) tagelang ausführlich und im Detail gewürdigt.

3. Die Explosion von Brazzaville war unpolitisch. Unfälle sind nur relevant, wenn dabei Deutsche zu Schaden kommen:

Das Argument wäre zwar häßlich, aber ernstzunehmen. Allerdings hat die ARD eine Woche später sehr groß über einen für Deutschland komplett irrelevanten Verkehrsunfall in der Schweiz berichtet. (Ich möchte jetzt nicht ausrechnen, wieviele der Opfer in Brazzaville Kinder waren …)

4. Wir haben am xx. um yy Uhr fünfzehn Sekunden lang über zz berichtet:

OK, das habe ich dann wohl übersehen.

Ich möchte gerne von der ARD, z.B. von Herrn Gniffke, eine Begründung dafür bekommen, warum ich nicht der Meinung sein sollte, daß der Grund im Rassismus der Journalisten bei der Tagesschau zu finden ist. Dem gleichen Rassismus, den ich 1994 beim unsäglichen Desinteresse der deutschen Medien am zweiten Holocaust, dem in Ruanda, festgestellt habe und der mich damals zu meinem neuen Beruf gebracht hat.

Falls es Jemand nicht glauben sollte: wenn Tageschau oder Tagesthemen drüber berichtet hätten, hätte ich das im „rauskuck“ aufgeschrieben, die jeweiligen Seiten (Südsudan, Brazzaville, Mali) sind oben verlinkt.  (Mit „Tagesschau“ meine ich die 20-Uhr-Sendung.)

Ansonsten bin ich ernsthaft gespannt, wann uns die Tagesschau das Ergebnis der höchst spannenden Präsidentenwahl in Senegal mitteilen wird. Daß dort überhaupt gewählt wurde, und welcher Krimi sich vorher und danach abspielte, darüber gab es bislang beim deutschen Nachrichtenflaggschiff genau zwei Berichte.

Nachtrag: bislang hat wohl noch  niemand bei der ARD meine Frage gehört. Und, wie erwartet, hat die Tagesschauredaktion den demokratischen Machtwechsel in Senegal nicht für würdig befunden, in den 20-Uhr-Nachrichten erwähnt zu werden. Eine Kurzmeldung am frühen Montagmorgen mußte reichen.

Gaddafi’s lost last Words

25. Oktober 2011

 „Das ist nach dem (islamischem) Gesetz falsch und verboten. Könnt ihr richtig und falsch unterscheiden?“

Das waren die letzten, jedenfalls die letzten dokumentierten Worte des Muammar al Gaddafi, eines guten Freundes des italienischen Diktators Berlusconi. Im deutschen Fernsehen ist die Szene, wo er diese Worte zu seinen Mördern sagte, nicht gezeigt worden. Es gibt davon mindestens zwei Videos bei YouTube, hier und hier, und ein weiteres in diesem recht interessanten Artikel, die zwar sehr verwackelt sind, aber eine eindeutige Zuordnung der Worte erlauben. Letzten Freitag hat der britische Sender Sky News die Szene auch gezeigt, mit der oben zitierten Übersetzung („This is wrong in Islamic Law. It’s forbidden in Islamic Law. Do you know Right from Wrong?“)

Da mir das als ein wichtiges Dokument der Zeitgeschichte erschien und es eben nirgends richtig gezeigt wurde, habe ich den Beitrag von Sky News bei Vimeo eingestellt, wo er unter dem Titel „Gaddafi’s last Words“ drei Tage lang zu sehen war und auch recht häufig abgerufen wurde (über 250 mal. Für dieses kaum bekannte Portal und für meine Verhältnisse ist das viel.) Gestern abend wurde das Video gelöscht. Vimeo teilte mir per Mail mit, daß dort alle meine Videos gelöscht wurden, weil diese Mitschnitte von TV-Sendungen enthalten, was nach den Richtlinien der Firma verboten ist. Unterschrieben mit „Love, Vimeo.“ Jetzt erscheint dort nur noch dieser Hinweis:

(Noch ein paar Sätze mehr zu dem Video und seinem Nichtauftauchen in den Medien heute im rauskuck.)

Ironischerweise bekam ich ebenfalls gestern den Hinweis, daß meine Videos der „Proletenpassion“ (in 6 Teilen), die YouTube aufgrund falscher Ansprüche von Sony seit Februar 2010 für Deutschland gesperrt hatte (nachzulesen hier) , jetzt wieder verfügbar sind. Keine Ahnung, ob das nun von Dauer ist oder nur ein Versehen. Mein Account bei YT ist jedenfalls für mich leider immer noch unerreichbar, weil YT der Ansicht ist, ich müsse mich mit meinem nicht vorhandenen Google-Konto dort anmelden, sodaß ich dort haufenweise Nazi-Kommentare nicht mehr löschen kann, vor allem bei dem Video „Volksverhetzung im ZDF“.

Nächtlicher Bodennebel

2. Oktober 2011

Wenn ich hier schon nix mehr schreibe:

(zum Vergrößern draufklicken.)

Ha! Passworte wiedergefunden

20. Juli 2011

von #Googel, vom Blog, vom rauskuck, vom #Goockelmeyer, hi hi

http://www.sandmann.de  zum Bleiföhn. Dankebitte.de

gefundenerirrrrrrrrrsinn.de

jetzt muß die nur noch einer für mich da eingeben beim gooblöd.de

kennt jemand #bitcoin  ?

an unser aller feuer

rauskucker

sing if youre proud to be gay

gay = frööülich

sing wenn du fröhlich bist!
power in the darkness

töten bauern bauern ist bauerkriegen bauernkriege.

Erklärung der #Proletenpassion, OT von 1976 NDR

Die Bauernkriege. Hei Russa russa sa

Zweidrittel

7. Juli 2011

Zweidrittelgesellschaft.

Zweidrittel haben noch eine Arbeit, aus der sie ihr Einkommen beziehen.
Zweidrittel der bezahlten Arbeit hat einen Sinn.
Zweidrittel der benötigten Arbeit wird nicht geleistet, weil niemand dafür bezahlt.
Zweidrittel der geleisteten Arbeit wird nicht bezahlt.

Zweidrittel der Leute können sich keine Qualitätswaren vom Fachhandel mehr leisten.
Zweidrittel fahren Auto und nutzen keine öffentlichen Verkehrsmittel.

Zweidrittel der Menschen bekommen vom Staat mehr Leistungen zurück als sie an Steuern bezahlen.
Zweidrittel der Menschen haben kein Interesse an Steuersenkungen.
Zweidrittel profitieren von Steuererhöhungen.

#Twitter seltsam

26. Mai 2011


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