Offener Brief an Walter Mixa

Hallo Mixa, alter Sünder !

Du möchtest also, daß ich dir verzeihe:

„… und bitte alle, die ich enttäuscht habe, nochmals nicht nur um Verständnis, sondern auch um Verzeihung.“

Aha. Ich gebe zu, daß ich von dir noch nie etwas Gutes erwartet habe, so gesehen hast du mich nicht enttäuscht. Trotzdem fühle ich mich aber angesprochen. Ich bin enttäuscht über einen Gott, der zuläßt, daß miese Typen wie du in seinem Namen auftreten.

Also: Nein, ich verzeihe dir nicht.
Jedenfalls nicht, solange du nicht mal sagst, was genau ich dir verzeihen soll. Du bist doch Katholik. Kannst du da zur Beichte gehen und sagen: ich bitte Gott, daß er mir verzeiht? Ohne daß du deine Sünden wenigstens aufzählen würdest? Du mußt ja nicht gleich in die Details gehen. Die hast du ja ohnehin längst vergessen.

Es ist aber noch nicht lange her, als du mir (und den anderen) im Fernsehen erzählt hast (du hattest den Satz offenbar auswendig gelernt): „ich versichere, daß ich niemals…“ Daran erinnerst du dich doch noch, oder? Ich erwarte, daß du dich zumindest für diesen Satz mal ausdrücklich entschuldigst. Daß du mir (und den anderen) sagst: es stimmt, ich habe euch alle bewußt angelogen. Ich habe euch eine Lüge erzählt, die mein Berater für klug hielt. (Wie hieß der Mann nochmal?) Die Wahrheit ist: – – –
na, und dann könntest du vielleicht doch mal drüber reden, wie das für dich war, damals in Schrobenhausen, als die Kinder aus Angst vor deinen Prügelorgien schlechte Träume hatten.

Du bist und warst immer ein besonders bösartiger und hinterhältiger Charakter. Solche brauchen sie in deiner Kirche. Es läge an dir, dies für die Zukunft etwas zu ändern.

Du könntest mir (und den anderen) auch mal erzählen, wie das eigentlich kam, daß ein ignoranter Hundsfott wie du es damals geschafft hat, den Ratzinger zu überzeugen, dich zum Bischof von Augsburg zu machen.

Wenn du mir (und allen anderen) das alles „gebeichtet“ hast, dann könntest du noch einen kleinen Schritt in der Nachfolge Christi tun: verzichte auf die dir moralisch nicht zustehenden Pensionen (7750,47 Euro im Monat!), die dir ein Staat bezahlt, den du doch sowieso verachtest. Ein Leben von der Grundsicherungsrente (das dürften so etwa 400 Euro im Monat sein, plus Miete), so wie es Millionen führen, die weniger verbrochen haben als du, würde dir gut zu Gesicht stehen.

Wenn du das alles gesagt und getan hast: dann.
Dann, und nicht vorher!
Dann kann es sein, daß jedenfalls ich dir verzeihe. Ich bin ja nicht Gott.

PS.: Solltest du dich durch das eine oder andere Wort beleidigt fühlen: du hast angefangen. Wenn du nicht mal merkst, daß du gerade heute wieder mit deinem unverschämten „Brief an die Gläubigen“ Wort um Wort jeden Christen und jedes deiner Opfer erneut zutiefst beleidigst: dann verreck doch in deiner selbstbefeuerten Hölle. Aber denke bitte, was immer du planst, immer an den armen Lokführer.

Ich wünsche dir auch weiterhin sehr schlechte Träume.

Geschrieben im Turm der Proleten und Profeten, vom rauskucker, am 23.Juni im letzten Jahr davor

—–

(Mit Dank für Inspiration an buchstäblich)

Den Brief habe ich so an info@bistum-augsburg.de, zu Händen von Walter Mixa persönlich, geschickt. Ich warte auf Antwort.

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2 Antworten to “Offener Brief an Walter Mixa”

  1. buchstaeblich Says:

    (applaudiert stehend)
    Klasse – besonders die Sache mit der Mail ans Bistum!
    Wunderschön formuliert: Wenn so etwas Tolles dabei herauskommt, macht es besonders viel Spaß, inspiriert zu haben.

  2. rauskucker Says:

    Oh, danke!

    Dabei habe ich im Eifer der Leidenschaft ja noch einiges vergessen: ich kannte ihn ja nicht wegen seiner „privaten“ Verfehlungen, sondern wegen seiner öffentlichen demagogischen Auftritte. Wo er alles niedergemacht hat, was ihm nicht passte, aus einem völlig falsch verstandenen „Christentum“.
    DAFÜR sollte er sich natürlich auch dezidiert entschuldigen. Bei den Schwulen, bei den Frauen, bei den Grünen, ganz speziell bei Claudia Roth. Habe ich jemanden vergessen? Ach ja, bei den Palästinensern. Deren Leid hat er nämlich auch mißbraucht für seine antisemitisch gefärbte Israel-Kritik (bei der das Wort „Zionismus“ natürlich nicht vorkam…)
    Und ganz besonders müsste er sich bei den Atheisten entschuldigen. Aber eher wird der Papst christlich.

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