Herr Gniffke mag meine Texte nicht.

Oder warum hat er diesen Teil meines Kommentars in seinem Tagesschau-Blog löschen lassen:

Die TS heute war eine Frechheit. Da werden Dinge, die man live bei jenem anderen Sender*  miterlebt hat, als Mutmaßungen dargestellt: “ … von Schlägertrupps soll die Gewalt ausgegangen sein.“ Und „Die anfangs friedliche Revolte ist heute umgeschlagen in Gewalt.“ Wie bitte? Die 200 von Polizisten ermordeten Demonstranten von letztem Freitag, schon vergessen? Die Revolte ist nicht umgeschlagen, das Regime hat sich nur wieder aufgerappelt. Entlassen Sie bitte den Redakteur, der solche Unsinnstexte verfasst.
Dann der Brennpunkt, eigentlich ganz OK. Auch daß Frau Brucker den Minister fragt, warum er nicht endlich Mubarak zum Rücktritt auffordere, fand ich gut. Aber warum hakt sie auf seine selten alberne Antwort nicht nach.
„Wer das ägyptische Volk führt, das ist eine Entscheidung des ägyptischen Volkes.“, sagt dieser Rotzlöffel.
Das ägyptische Volk hat sich aber sehr deutlich schon entschieden, und könnte ein wenig Unterstützung brauchen. Warum verweigern Sie diese, Herr Westerwelle, welche Interessen vertreten Sie da? Doch offenbar nicht das Wohl Deutschlands.
Ich verlange, daß dieser xxx Kerl sofort als Außenminister zurücktritt. (Die drei derben Schimpfwörter habe ich lieber weggeixt.) **

* gemeint ist Al Jazeera, davon war vorher schon die Rede. Herr Gniffke kennt den Sender offenbar nicht.

** und zwar im Original, daran lag’s also nicht.

Anzumerken ist noch, daß ich mir heute morgen beim Anhören der TS von gestern erneut die Haare gerauft habe. Ist da eine geheime Kooperation mit der „Bild“ am Werke, mit dem Ziel, die Deutschen endgültig zu verblöden? Würde mich ja nach diesem Artikel neulich und erst recht diesem hier davor nicht sonderlich wundern.

Nachtrag: meinen Kommentar zu einem anderen Blogartikel heute hat Herr Gniffke ebenfalls nachträglich gelöscht. Darin habe ich ihm (natürlich höflich) erklärt, daß er den Sender Al Jazeera English offenbar nicht kennt, sonst würde er nicht solchen Unfug über diesen behaupten. Scheint keine Kritik abzukönnen, der Herr. Diesmal hatte ich leider nicht abgespeichert. Sollte man immer tun. Mindestens einen anderen lesenswerten kritischen Kommentar habe ich dort eben auch verschwinden sehen.

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8 Antworten to “Herr Gniffke mag meine Texte nicht.”

  1. debla Says:

    Das Problem bei der „deutschen“, aber auch „europäischen“,
    „amerikanischen“ usw., Berichtserstattung besteht darin,
    dass diese „Jornalisten“, „öffentlichen Sender“ korrupt sind
    und sich unter einem sicherten Schutz der jeweiligen Regierungen
    sehen.

    In Deutschland ist das nicht anders als in Ägypten.

    Wir werden das aber schon ähnlich lösen.

  2. rauskucker Says:

    Das wird wohl nötig sein. Demokratie in Deutschland, von Ägypten lernen. Das wär mal was.

  3. Guinan Says:

    Tja, ich kann ihn schon irgendwie verstehen.
    …Frechheit…entlassen Sie den Redakteur…Rotzlöffel…

  4. rauskucker Says:

    Weißt Du ein netteres Wort für Westerwelle?
    Ich hätte zu jedem meiner drei wesentlich deftigeren Schimpfworte (die auf seine Verlogenheit, seine Dummheit und seine Boshaftigkeit hinwiesen) gestanden, weil sie einfach wahr sind. Habe sie extra weggelassen, damit die keinen Vorwand haben.

  5. Guinan Says:

    Er ist gewählt. Wir haben genau den Außenminister, den wir verdienen. Nach der nächsten Wahl hat sich das Problem von allein erledigt. Hoffe ich jedenfalls.
    Welche Reaktion hast du auf eine Motzattacke erwartet? Vielleicht solltest du nicht immer Paul die Tastatur überlassen.

  6. rauskucker Says:

    Du meinst, es wird nochmal zu einer Wahl kommen?
    Ups, das war jetzt wirklich Paul.

  7. stefanprass Says:

    Das ist auch einer der Gründe, warum ich die tagesschau vor vielen Monaten schon von meinen Lesezeichen entfernt habe. Sie driftete vor langer Zeit schon in den Boulevard ab (auch der Brennpunkt) und berichtet nicht mal halbwegs kritisch. Ein Trauerspiel…

  8. rauskucker Says:

    Mehr als ein Trauerspiel. Ich denke, daß da Interessen am Werk sind. (Die sich ja auch in den verlinkten Artikeln andeuten.)
    Und da soll man nicht rummotzen!

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