Archive for the ‘Zensur’ Category

Der Fall Gustl Mollath bei der BBC

6. Dezember 2012

The Gustl-Mollath-Case in Bavaria on BBC-World-Service, 12-12-06

Report by Stephen Evans

Audiofile by rauskucker

please download and spread the story

http://www.rauskuck.de/images/ton/BBC-121206-TheMollathCase.mp3

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Grundrecht auf Urheberschaft

19. Mai 2012

Kommen wir zur Sache: Einführung des Grundrechts auf Urheberschaft (Erschaffung geistiger Werke) als allgemeinem Menschenrecht:

Jeder Mensch hat ein Recht auf Leben und materielle Versorgung. Jeder Mensch hat ein Recht auf Arbeit und angemessene Tätigkeit. Jeder Mensch hat ein Recht auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit und auf freie Meinungsäußerung. Wissenschaft und Kunst sind frei.

Daraus folgt:

1. Jeder Mensch hat das Recht, uneingeschränkt geistige Werke zu produzieren und diese nach eigenem Wunsch der Menschheit zur Verfügung zu stellen.

2. Das Schaffen geistiger Werke hat Vorrang vor der materiellen Produktion.

3. Jeder Erschaffer geistiger Werke hat das Recht auf Unterstützung durch die Gemeinschaft bei seiner Arbeit und bei der weltweiten Verbreitung seiner Werke. Alle geistigen Werke werden für zukünftige Generationen aufbewahrt.

4. Jeder Erschaffer geistiger Werke hat das Recht auf Anerkennung als Urheber (als Produzent, Erfinder, Erschaffer, Schöpfer seiner Werke) und darf selber bestimmen, mit wem er den Ruhm teilen will.

5. Die Anerkennung der Urheberschaft bedeutet keine Einschränkung des Rechts der Nutzer geistiger Werke, diese frei zu kopieren und weiter zu bearbeiten.

6. Niemand darf gezwungen werden, geistige Werke zu produzieren. (Die Schulpflicht wird dadurch jedoch nicht eingeschränkt.)

7. Eine Einschränkung findet das Urheberrecht nur in den Gesetzen über Beleidigung und menschenfeindliche Hetze. Eine Zensur findet nicht statt.

8. Aus diesem Grundrecht ergibt sich das Recht auf freien und unbeschränkten Zugang zum Internet für jeden Menschen.

Vorschläge für Verbesserungen und Ergänzungen willkommen!

Nachtrag: was ich bisher zum Thema schrieb findet sich im #rauskuck unter „Medien“, dort suchen nach „Urheber“. Am 26.4.12 erläuterte ich :

Urheberrecht : „Monitor“ fragt nach den Positionen der Piraten zum sog. Urheberrecht und bekommt von diesen auch einige klärende Antworten. Leider verwenden der Bericht selber sowie einige befragte Künstler (u.a. die Band Jupiter Jones) und Softwareentwickler (die ernsthaft meinen, teure Software wäre besser als kostenlose) den Unsinnsbegriff „geistiges Eigentum“ und glauben, dieses solle ihnen genommen werden. Sie kapieren nicht, daß es im Gegenteil gerade darum geht, ein Urheberrecht erst einzuführen. Also das Menschenrecht, eigene geistige Werke der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen (und selbstverständlich: damit Anerkennung, Ruhm, Fans, Anhänger pp. zu gewinnen. Ob und wie jemand daraus materiellen Profit schlagen will, muß jeder für sich selber entscheiden. Wohlgemerkt: aus dem Ruhm, nicht aus dem Kopierschutz.) Schade, daß Monitor nicht den Zigtausenden Fällen nachgeht, in denen die Musikindustrie mittels ungerechtfertigter Urheberansprüche geistige Enteignung und Vernichtung betreibt. Tip an Jupiter Jones: wenn ihr kein Publikum haben wollt, macht eben die Tür zu. 

Gaddafi’s lost last Words

25. Oktober 2011

 „Das ist nach dem (islamischem) Gesetz falsch und verboten. Könnt ihr richtig und falsch unterscheiden?“

Das waren die letzten, jedenfalls die letzten dokumentierten Worte des Muammar al Gaddafi, eines guten Freundes des italienischen Diktators Berlusconi. Im deutschen Fernsehen ist die Szene, wo er diese Worte zu seinen Mördern sagte, nicht gezeigt worden. Es gibt davon mindestens zwei Videos bei YouTube, hier und hier, und ein weiteres in diesem recht interessanten Artikel, die zwar sehr verwackelt sind, aber eine eindeutige Zuordnung der Worte erlauben. Letzten Freitag hat der britische Sender Sky News die Szene auch gezeigt, mit der oben zitierten Übersetzung („This is wrong in Islamic Law. It’s forbidden in Islamic Law. Do you know Right from Wrong?“)

Da mir das als ein wichtiges Dokument der Zeitgeschichte erschien und es eben nirgends richtig gezeigt wurde, habe ich den Beitrag von Sky News bei Vimeo eingestellt, wo er unter dem Titel „Gaddafi’s last Words“ drei Tage lang zu sehen war und auch recht häufig abgerufen wurde (über 250 mal. Für dieses kaum bekannte Portal und für meine Verhältnisse ist das viel.) Gestern abend wurde das Video gelöscht. Vimeo teilte mir per Mail mit, daß dort alle meine Videos gelöscht wurden, weil diese Mitschnitte von TV-Sendungen enthalten, was nach den Richtlinien der Firma verboten ist. Unterschrieben mit „Love, Vimeo.“ Jetzt erscheint dort nur noch dieser Hinweis:

(Noch ein paar Sätze mehr zu dem Video und seinem Nichtauftauchen in den Medien heute im rauskuck.)

Ironischerweise bekam ich ebenfalls gestern den Hinweis, daß meine Videos der „Proletenpassion“ (in 6 Teilen), die YouTube aufgrund falscher Ansprüche von Sony seit Februar 2010 für Deutschland gesperrt hatte (nachzulesen hier) , jetzt wieder verfügbar sind. Keine Ahnung, ob das nun von Dauer ist oder nur ein Versehen. Mein Account bei YT ist jedenfalls für mich leider immer noch unerreichbar, weil YT der Ansicht ist, ich müsse mich mit meinem nicht vorhandenen Google-Konto dort anmelden, sodaß ich dort haufenweise Nazi-Kommentare nicht mehr löschen kann, vor allem bei dem Video „Volksverhetzung im ZDF“.

Vimeo statt YouTube

11. April 2011

Ich habe mit dem Umzug angefangen. Ich hatte das schon länger vor, seit Sony mir bei YT meine „Proletenpassion“ wegzensiert* hat (unter der gelogenen Behauptung, sie würde denen gehören.) Dann kam noch die Sache mit dem gelöschten Film über Guttenbergs Elitekompanie dazu. Das Schlimmste daran war und ist, daß man bei YT keine Möglichkeit hat, sich irgendwo zu beschweren. Dort arbeiten nur Roboter.

Neulich hat YT alle älteren Konten mit Google verknüpft. Das bedeutet (weil ich kein Google-Konto habe, die aber behaupten, ich hätte eines …), daß ich nun auch keinen Zugang mehr zu meinen eigenen Videos habe. Ich kann dort auch keine rassistischen Kommentare mehr beantworten resp. löschen. Nichtmal selber mein Konto löschen.

Das Gute daran ist, daß ich, um weiter Wichtiges oder Nettes hochzuladen, gezwungen bin, mich nach einem besseren Ort dafür umzusehen. Das soll Vimeo sein. Nach und nach werden dort einige meiner verwaisten YT-Videos wieder auftauchen, und die Neuen. Der Ansturm ist dort leider (noch) nicht so herzerfrischend. Aber das wird werden, je mehr YT weiter kommerzialisiert wird.

Hier erstmal der Teil 3 der Pariser Kommune aus der Proletenpassion von den Schmetterlingen in der 3sat-Aufnahme (die nicht von Sony ist!)

Und hier Claus Klebers umfassende Selbsterkenntnis vom Sonnabend:

*“wegzensiert“ stimmt nicht ganz. Über einen Proxy kann man sich die fünf Teile der Proletenpassion auch bei YT noch ansehen. Und runterladen. Und wieder hochladen …

Apropos Al Jazeera

21. Februar 2011

Den Sender, den deutsche Medien immer als „arabischen Nachrichtensender“ titulieren und dessen Namen sie  in einer seltsamen Verkackeierung „Al Dschasira“ schreiben, den Sender, den alle Nachrichtenprofis (auch die ARD-Korrespondenten in Kairo, und zwar auch die selbstverständlich auf englisch) rund um die Uhr sehen und dessen Meldungen sie uns dann gefiltert weiterreichen, den Sender kann ich dank digitalem Kabelanschluß für ungefähr zwei Euro im Monat empfangen und bin dadurch in der glücklichen Lage, mich zuverlässig, aktuell und ungefiltert über das Weltgeschehen zu informieren. Schwierig dabei ist, daß man digital immer nur einen Sender zur Zeit aufzeichnen oder sehen kann, man muß sich dann also, wenn man Vielfalt (z.B. CNN, Press-TV, tagsüber BBC und Euronews., u.a.)  will, entscheiden.

Ich fürchte, daß diese eingeschränkte Verfügbarkeit (wer hat denn schon so eine „Smart-Card“) des wichtigsten Nachrichtensenders der Welt Absicht ist. Eine aufgeklärte Bevölkerung ist nicht erwünscht. Inzwischen kann allerdings Jeder per Internet Al Jazeera sehen und sich ein Bild von dessen Qualitäten machen.

Ich fordere, daß der Sender Al Jazeera English als analoger Hauptkanal (also kostenfrei) 24 Stunden pro Tag in alle deutschen Kabelnetze eingespeist wird. In den USA gibt es eine entsprechende Bürgerinitiative. Ich meine, wir sollten auch in Deutschland eine gründen.

Hosni Hosni Checheche

11. Februar 2011

ein kurzeslife block

http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/02/11/dlf_20110211_1854_1da8a842.mp3

Sie sagt, sie will die Demokratiebewegung auch in Deutschland unterstützen. Auch wenn sie das anders meint, aber: die hätten wir dringend nötig. Die Leute hier wissen doch überhaupt nicht mehr, was Demokratie ist, und warum das sowas tolles wäre.

Ich meine, ihr habt jeden Grund auf uns alle sauer zu sein, daß wir von eurem Elend profitiert haben, im Sommer zu euch runtergefahren sind um uns dort das malerische Elend und die Pyramiden anzugucken, manche euch noch abfällig als arme Neger verachten, und uns dann am Tag eurer Revolution nicht für euch zu interessieren? Ich bin ja auch sauer auf uns.

Bis jetzt kein Autokorso da unten bei mir.

Herr Gniffke mag meine Texte nicht.

4. Februar 2011

Oder warum hat er diesen Teil meines Kommentars in seinem Tagesschau-Blog löschen lassen:

Die TS heute war eine Frechheit. Da werden Dinge, die man live bei jenem anderen Sender*  miterlebt hat, als Mutmaßungen dargestellt: “ … von Schlägertrupps soll die Gewalt ausgegangen sein.“ Und „Die anfangs friedliche Revolte ist heute umgeschlagen in Gewalt.“ Wie bitte? Die 200 von Polizisten ermordeten Demonstranten von letztem Freitag, schon vergessen? Die Revolte ist nicht umgeschlagen, das Regime hat sich nur wieder aufgerappelt. Entlassen Sie bitte den Redakteur, der solche Unsinnstexte verfasst.
Dann der Brennpunkt, eigentlich ganz OK. Auch daß Frau Brucker den Minister fragt, warum er nicht endlich Mubarak zum Rücktritt auffordere, fand ich gut. Aber warum hakt sie auf seine selten alberne Antwort nicht nach.
„Wer das ägyptische Volk führt, das ist eine Entscheidung des ägyptischen Volkes.“, sagt dieser Rotzlöffel.
Das ägyptische Volk hat sich aber sehr deutlich schon entschieden, und könnte ein wenig Unterstützung brauchen. Warum verweigern Sie diese, Herr Westerwelle, welche Interessen vertreten Sie da? Doch offenbar nicht das Wohl Deutschlands.
Ich verlange, daß dieser xxx Kerl sofort als Außenminister zurücktritt. (Die drei derben Schimpfwörter habe ich lieber weggeixt.) **

* gemeint ist Al Jazeera, davon war vorher schon die Rede. Herr Gniffke kennt den Sender offenbar nicht.

** und zwar im Original, daran lag’s also nicht.

Anzumerken ist noch, daß ich mir heute morgen beim Anhören der TS von gestern erneut die Haare gerauft habe. Ist da eine geheime Kooperation mit der „Bild“ am Werke, mit dem Ziel, die Deutschen endgültig zu verblöden? Würde mich ja nach diesem Artikel neulich und erst recht diesem hier davor nicht sonderlich wundern.

Nachtrag: meinen Kommentar zu einem anderen Blogartikel heute hat Herr Gniffke ebenfalls nachträglich gelöscht. Darin habe ich ihm (natürlich höflich) erklärt, daß er den Sender Al Jazeera English offenbar nicht kennt, sonst würde er nicht solchen Unfug über diesen behaupten. Scheint keine Kritik abzukönnen, der Herr. Diesmal hatte ich leider nicht abgespeichert. Sollte man immer tun. Mindestens einen anderen lesenswerten kritischen Kommentar habe ich dort eben auch verschwinden sehen.

YouTube löscht 3sat-Film über Mittenwalder Nazis

18. Oktober 2010

Ich bekam vorhin folgende Nachricht vom YouTube-Service:

Folgende Videos aus deinem Konto wurden deaktiviert, da sie gegen die Community-Richtlinien von YouTube verstoßen:
Das Schandmal von Mittenwald
Gegen dein Konto wurde eine Warnmaßnahme gemäß den Community-Richtlinien ergriffen, die in sechs Monaten abläuft. Weitere Verstöße können dazu führen, dass du vorübergehend keine Inhalte mehr in YouTube posten darfst bzw. dein Konto gekündigt wird.

Mit freundlichen Grüßen
Das YouTube-Team

Den Film hatte ich im Juli ’09 aus der 3sat-Sendung „kulturzeit“ aufgenommen und mit folgender Erläuterung bei YT eingestellt:

Er hatte dort zu häufigen aggressiven Kommentaren von Bundeswehrfans und rechtem Gesindel geführt, gegen die ich und andere Nutzer freundlich aber bestimmt mit historischen Fakten zu argumentieren versucht haben. Einzelne pöbelnde Nazi-Kommentare habe ich aber auch gelöscht und die betreffenden Nutzer ausgesperrt.

Irgendeiner von denen wird mich jetzt bei YT denunziert haben, und dieser Roboter-Verein hat natürlich nichts Besseres zu tun, als mein Video zu sperren und mir die Kündigung meines Kontos anzudrohen. Es geht hier um einen Film, der vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen produziert und gezeigt wurde. Einen Film, der an die Verbrechen der deutschen Wehrmacht erinnert. Einen Film, der einige rechte Unverbesserliche stört.

Hier die Zusammenfassung des Beitrags von der „kulturzeit“-Seite. „Unangemessener Inhalt“ für YouTube? Das Schöne bei dieser Firma ist ja, daß man keinerlei Möglichkeit hat, irgendwo Protest einzulegen oder eine Stellungnahme zu bekommen. Oder weiß Jemand Rat?

(Mein anderes und etwas anders gelagertes Problem mit YT ist übrigens auch immer noch unbehoben. Mehr dazu: Sony gegen die Proleten.)

Kabelkramdeutschland (live)

9. September 2010

Früher gab es die Post. Die haben sich auch ums Telefon und Fernsehen gekümmert. (so in den 80er Jahren, wir reden von Kabelfernsehen.) Wenn es da ein Problem gab, hat man angerufen, ein Techniker machte sich an die Arbeit und rief nach 20 Minuten zurück, ob alles wieder OK sei.

Heute gibt es Kabeldeutschland. Die haben die Techniker entlasssen und dafür Leute im Callcenter angeheuert. Wenn man dort anruft und versucht, den ahnungslosen Mädels zu erklären, daß ihre Firma gerade ein technisches Problem hat, empfehlen sie einem den Sendersuchlauf. Man hat ihnen nämlich gesagt, der würde immer helfen (zumindest um den Kunden loszuwerden.) Ein Techniker ist teuer und wird nur hingeschickt, wenn der Kunde ihn bezahlt.

So empfange ich (wie die ganze Stadt) nun also abends seit drei Tagen statt der BBC vier Stunden lang irgendeinen Pornosender. Haha, schön wärs, aber es ist ja noch schlimmer, statt der guten alten Tante BBC kommt Jürgen ins Haus, der Containerdepp vom Telefonbetrugssender*. Und bei meinem geliebten Euronews, dem einzigen deutschsprachigen Sender der überhaupt noch regelmäßig Nachrichten aus der Welt bringt, haben sie den Ton abgeklemmt. Das hört sich so an:

Ich habe seit 2 Tagen etliche Male bei der Störungsstelle von Kabeldingsbums angerufen. Es wurde versprochen, sie würden „die Technik“ informieren.

Ich habe die bremische Landesmedienanstalt informiert (vorgestern), aber die müssen wohl noch ihren Rausch ausschlafen. Der Firma Onduline habe ich mal bescheid gesagt, Euronews angeschrieben, die Lokalpresse draufgehetzt – seit eben um 20 Uhr gibts statt BBC wieder den Brechdurchfall aus München, nachher ab 22 Uhr dann statt Euronews das Störsignal.

Soll ich mir einen Rechtsanwalt suchen? Worauf wollen wir klagen: Schmerzensgeld – weil ich unbemerkt stundenlang das Progamm des Grauens aufnahm und dies mehrmals sekundenlang ansehen mußte? Verdienstausfall – weil mir im „rauskuck“ sicher etliche schöne Beiträge ausgefallen sind und sich meine 3 täglichen Leser beschweren?

Die LMA** hätte wohl die Macht, der Kabelscheinfirma die Lizenz zu entziehen. Aber die wollen ja nichtmal diesen Verbrechersender aus ihrem Sortiment streichen. Sagte ich Verbrecher? Ja, Leuteverdummen ist geistiger Massenmord. (vom Dauerbetrug ganz abgesehen.)

*Den Namen des Münchner Betrugssenders zu nennen lasse ich mal lieber, sonst ergeht es mir wie den Freunden, denen sie ihre Beobachtungsseite geklaut haben und die sie mit Prozeßterror überschütten. Falls jemand wirklich nicht weiß, worum es geht, bitte bei Stefan Niggemeier nachlesen.

** Ob die eigentlich bewußt das Götzzitat als Abkürzung gewählt haben? Lex mihi ars, wie der Lateiner sagt.

Waaaaaaaahaaaaaaaaaaaaah!
Eben (Donnerstag, 20:05 Uhr) meldete sich ein Herr Seel vom technischen Service der Kabeldeutschland bei mir. Irgendwo in Süddeutschland. Er habe da eine Mail von der Hamburger (!) LMA bekommen, daß ich (!) da ein Problem hätte.
Es war ein sehr langes und sehr lustiges Gespräch. (Schade, daß ich den Anfang nicht mitgeschnitten hab.) Der Mann hat durchaus Ahnung von seiner Technik. Sitzt aber am hintersten Ende der Befehlskette. Wir haben festgestellt, daß alle meine Anrufe bei Kbd. dort notiert worden sind, aber keine Meldung an die Technik weitergeleitet wurde. (Die Stelle hab ich mitgeschnitten.)
Er will versuchen, noch heute abend (!) einen Techniker in Bremerhaven zu erreichen, der sich dann sofort um die Störungen kümmern soll.
Jetzt bin ich mal gespannt.

Nachtrag, Donnerstag 22:10 Uhr

So, der Mann hat seine Arbeit gemacht. Seit Punkt 22 Uhr sind die beiden Sender wieder korrekt zu empfangen. Was sehr für den Techniker spricht, und ebensosehr gegen seine Firma. Hätte ich nicht dermaßen nachgehakt, hätten die das noch wochenlang nicht bemerkt. Nochmal: die Anrufe bei der Störungsstelle waren nicht ernstgenommen worden. (Das passiert vermutlich erst ab einer gewissen Reizschwelle – also wenn mal RTL2 ausfällt …)

Mannomann, Sarrazin!

4. September 2010

Hast du denn im Kindergarten gar nix mitgekriegt?
Und auch nie dieses Lied gelernt?:

Mannomann

(Drauf klicken, anhören!)

Mannomann, Mannomann, fangen wir zusammen an:
Mädchen, Junge, Frau und Mann –
das ist doch gleich!

Und wer jetzt nochmal beginnt,
daß die Einen gleicher sind,
stärker oder besser sind:
Quatsch dummes Zeug.

(davor kam noch:
daß die Einen gleicher sind,
schöner oder klüger sind – )

Ich habe dieses feministische (und, pass auf, extra für dich, Sarrazin, du Arschloch*! : antirassistische) Lied vom Grips-Theater mit 13 im Fernsehen gehört und auf Tonband aufgenommen, dann auf Cassette überspielt, diese auf Minidisc und eben als MP3 hier hochgeladen. Gab’s im ganzen Netz nich‘, weder die Musik noch den Text, den Film vom Theaterstück leider schon gar nicht.
Bin mal gespannt, ob Sony das jetzt auch gehört, so wie die Proletenpassion.

* Wie unsere Nazis Sarrazins Bezeichnung für Herrn Friedmann finden.

Diesen Bogpost widme ich meinem feministischen Lieblingsblog, wo zum Thema ein etwas mehr soziologisch fundierter Artikel zu lesen ist.

Nachtrag: Mehr über die ekelhafte rechtsextreme Hetzkampagne der „Bild“ bei Carta:

“Man wird ja wohl noch sagen dürfen”